Kyrgyzstan – In „Richtung“ Pamir Highway

Nach einer Nacht in Naryn ging es in die kirgisischen Berge. Wir fuhren Straßen, welche  deutlich sichtbar auf der Karte waren. Schöne Schotterstraßen und um die Städte herum, asphaltierte Straßen. Das Ganze ging dann so weit gut, bis dann auf einmal die Straße mehr in die Steppe ging und wir diese Brücke überqueren sollten.

Schmale Schotterbrücke über den Fluss in der Steppe

Es hatte die Tage zuvor viel geregnet und wir hatten an diesem Tag etwas Pause gemacht. Zu Fuß einmal drüber gelaufen und sich die Bedingungen der Brücke angeschaut. Wir haben uns entschieden, darüberzufahren, und es ging auch alles ohne Probleme. Wir fuhren an Ziegen- und Schafherden vorbei und nach einer Linkskurve hörte die Straße auf. Die sollte hier auf dem Bild an der linken Seite weitergehen, war aber einfach weggespült.

Der reißende braune Fluss, die Straße dahinter weggespült

Nicht weiter schlimm, jedoch mussten wir den ganzen Mist wieder zurück. Fuhren wieder über die Brücke und bogen an einer Kreuzung in Richtung Steppe ab. Dort folgten durch die Steppe mehrere Spuren für eine Straße. Welche nun die bessere Spur ist, muss jeder für sich selber herausfinden. Zu einer Flussdurchfahrt musste es ja zwangsweise noch kommen. Also absteigen, schauen, wie tief der Fluss ist, an welcher Stelle man überqueren kann und welche nicht. Spätestens hier hat meine Kupplung schon gut Verschleiß gezeigt. An dem folgenden Bild ist zu erkennen, wie tief sich das Hinterrad eingegraben hatte. Das Motorrad konnte nicht mal mehr kippen.

Die Twin hat sich bei der Flussdurchfahrt im Kies eingegraben

Letztendlich haben wir es freigegraben, abgeladen, mit meiner Alp den Fluss überquert und mit Spanngurten ein Abschleppmanöver initiiert.

Nach der Steppenfahrt ging es wunderschön auf einen Berg hoch und die Straße war auch wieder deutlicher sichtbar zu erkennen. Dieser folgten wir dann recht zügig, bis der linke Givi-Koffer vom Sauerländer gerissen ist. Schön die Halterung weggeplatzt, sodass man das nur noch mit Spanngurten lösen konnte. Während wir mit den Koffern am Fuchteln waren, hatte sich eine neugierige Gruppe um uns herum versammelt.

Neugierige Kinder stehen am Wegrand und schauen uns zu

Es kam ein Kirgise auf seinem Pferd angeritten und schaute sich an, was wir machen.

Ein Kirgise kommt auf seinem Pferd angeritten und schaut, was wir machen

Die abgerissene Givi-Halterung am Koffer vom Sauerländer

Nachdem wir den Koffer endlich wieder am Motorrad befestigen konnten, durften wir das gleiche Bild noch einmal machen, denn es war der stolze Vater von den Kidz 😀

Das gleiche Bild noch mal – diesmal mit dem stolzen Vater der Kids

Am Abend haben wir ein schönes Plätzchen für unser Zelt gefunden und dann ist auch Ruhe eingekehrt.

Unser Zeltplatz in den grünen Hügeln, Mopeds daneben

2 Gedanken zu “Kyrgyzstan – In „Richtung“ Pamir Highway”

  1. Wahnsinn – was eine Route!

    Habe zuerst gelesen „Einhörner auf Reisen“ statt „Ein Rhöner auf Reisen“. Das hat aber doch nicht ganz zum Content und dem Schreibstil gepasst. xD

    LG Lisa (bisher nur Schönwetter-Kawa-Fahrerin)

    Gefällt 1 Person

Hinterlasse einen Kommentar