2019 Marokko by Honda Transalp PD10

Ab in die Wüste mit den Mopeds war das Motto. Somit starteten wir die Tour mit dem neu verbauten Federbein von HU-SideCars (Horst Ulrich aus dem Vogelsberg), welcher selbst in den 80ern mit dem Gespann häufig in Algerien in der Wüste unterwegs war.

Gesamtstrecke mit Bot: 6822 KM

Gesamtstrecke ohne Bot: 5277 KM

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Die Fähre von Genua dauert ca. 50 Std. bis Tanger und landet dabei etwa 50 KM außerhalb. Wir sind ohne Benzin auf die Fähre gefahren, mit der Annahme, dass es direkt am Hafen eine Tankstelle gibt. Dem war nicht so, sodass wir am gleichen Abend erst nach Tanger fahren mussten, um zu tanken und im Anschluss dann den gleichen Weg in Richtung Hoher Atlas auf uns zu nehmen. Wir hatten folgende POIs auf unserem Zettel, welche wir abgefahren sind:

  • Affenpass im Hohen Atlas
  • Dünen von Merzouga
  • Casablanca oder Marrakesch
  • Dades-Schlucht
  • 30 KM Strandfahrt im Sand vom Atlantik

Leider hatten wir davon nicht alles geschafft. Die Eindrücke von Marokko sind hier chronologisch in Bildern aufgelistet:

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Das waren Kürbisse am Straßenrand, welche zum Verkauf aushingen.

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Am Anfang war es gar nicht nach Wüstenwetter. Es hatte ständig geregnet und wir sind 1 Tag komplett in den hohen Atlas im Regen gefahren. 

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Dennoch war es von der Vegetation her komplett anders. Das Regenwasser ist nicht versickert, da der Boden zu trocken war.

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Und ab ging es in Richtung „Affenpass“ nahe Azrou.

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Ehe wir uns versahen, hatten wir einen Polizisten am Wegrand nach den berühmten Affen gefragt, welcher dann lachte und auf unsere Motorräder zeigte, als die ersten Affen sich schon damit vertraut machten.

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Die Futtertüten wurden aus der Hand gerissen. Mit denen lieber nicht anlegen 😉

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Ging gut zu fahren durch die Wälder.

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Weiter in Richtung Hoher Atlas, welcher nicht windgeschützt war.

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Lange gerade Strecken und der Wind pfiff immer scharf.

Das Essen wurde fast immer sehr sehr frisch zubereitet. Und die typische marokkanische Minze war genial. Leider ist der Tee meist pappsüß gewesen. Nun ging es ab in Richtung Wüste.

Das Wetter wurde von KM zu KM immer trockener und man merkte, dass die Sonne zunahm und es kaum noch Bäume am Straßenrand gab. Dann kamen wir zum „Tor“ der Wüste bei den Dünen von Merzouga.

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Tor zur Wüste

Nach dem bzw. kurz vor dem Passieren des Tors wird man von Touristenjägern abgefangen. Jeder möchte dir eine Unterkunft mit Abendessen andrehen. Der Spruch „Welcome to Africa, my friend“, welcher in jedem Restaurant oder Tankstelle kam, ist nun zu „Welcome to Sahara, my friend“ gewechselt. Wir haben uns für eine Option entschieden und gleich eine Jeep-Tour zum Sonnenaufgang in den Wüstendünen gebucht. Der Abend war sehr lang und die Nacht sehr kurz. Aber die Qual, um ca. 4:30 Uhr aufzustehen, hat sich gelohnt. Seht selbst.

Danach sind wir vor Ort noch ein wenig herumgefahren und die Gegend erkundet. Die Africa Twin haben wir dabei im Sand festgefahren 🙂 während die Alp im schattigen Plätzchen gewartet hat.

Wir sind weitergefahren zu einem Berberzelt, welches wir uns aus der Nähe etwas genauer anschauten. 

Die Frau saß unter ihrem Zelt und knüpfte Teppiche. Nach längerer Unterhaltung bettelte sie um Geld. Wir hatten ihr Wasser und Kekse dort gelassen und sind weiter in Richtung Dades-Schlucht gefahren.

Kurz nach dem Beginn der Dades-Schlucht, wurde mir etwas mulmig mit etwa nur 100 KM Reichweite im Tank, sodass ich mich für Benzin entschieden hatte. Dann sind wir die Schlucht entlanggefahren, welche echt genial war. Gerade auch oben der Pass, wovon ich leider kein Bild habe, war genial. Offroad trafen wir dann eine Truppe Engländer mit geliehenen Bikes, welche auch die gleiche Strecke gefahren sind. Einfach eine geile Tagesetappe oben an der Schlucht entlang in den Bergen.

Am Abend sind wir via Booking.com in einem Hotel untergekommen, welches einfach den Tag perfektionierte. Die Besitzerin war eine ältere in Rente lebende Französin, welche super Englisch gesprochen hatte und uns einfach nur jeden Wunsch von den Lippen abgelesen hatte. Nach so einem Ritt: kühles Stiefelbier in einer kühlen Unterkunft und mit Dachterrasse, auf welcher man den Sternenhimmel bis in die frühen Morgenstunden anschauen konnte. 

In der Schlucht haben sich schon die ersten Probleme am Motorrad wieder erkennbar gemacht, welche nicht genau zuzuordnen waren. Das Hinterrad eierte und es ließ sich nur noch bedingt schön fahren. Wir entschlossen uns, über 1 bis 2 Pässe in Richtung Gibraltar zu machen, da wir keine Zeit mehr für eine Großstadt hatten. Somit fuhren wir wieder zur Fähre in Richtung Tanger. Diesmal hatten wir uns für die Rückfahrt über Land entschieden.

An der Fähre auf marokkanischer Seite, wollten wir das letzte Wechselgeld loswerden und haben uns für Olivensalat und Sandwiches entschieden. Eins davon war nicht gut, sodass ich früh um 4 Uhr meinen Magen von innen auf der Bettdecke betrachten konnte und der Gestank von unverdauten Oliven und Magensäure mir entgegenkam.

Ein Teller Serrano-Schinken – der Kumpel hat's genossenWasser und Kaleidon gegen den verdorbenen Magen – das Kontrastprogramm

Das war das Kontrastprogramm. Mein Kumpel haut sich den geilsten spanischen Serrano-Schinken rein, ich Antikotzmittel.

Dann gab es nicht wirklich viel zu erzählen. Wir sind die restlichen ca. 2000 KM nach Hause gefahren, durch unendliche Autobahn-KM und geniale Landschaften in Spanien. Da möchte ich sehr gerne noch einmal zu Besuch und Offroad ein wenig fahren. Ab Frankreich in den Pyrenäen bis Karlsruhe haben wir ca. 120 € Autobahnmaut pro Motorrad bis Frankfurt bezahlt.

Das ausgebaute Lager vom Knochen auf Zeitungspapier – komplett durchgeschlagen

Zu Hause hat sich herausgestellt, dass die Lager vom Knochen komplett durchgeschlagen waren.