Pakistan – Freie Fahrt – Lahore *652km

Am nächsten Tag frisch erholt aufgestanden. Unser slowenischer Freund top motiviert Richtung Indien zu kommen. Wir top motiviert Richtung Lahore, um eine Motorradkette zu organisieren. Also auf die Bikes, fertig looooooos 😀

Das war einfacher gesagt als getan. Diese Hitze macht uns einfach zu schaffen. Wir sind gefahren und ich hatte schon den 2. Tag in Folge Blutverdünner (Aspirin Komplex) im Blut. Aber irgendwann konnte das auch nicht mehr das Allheilmittel gegen Hitze, Durst, wenig Schlaf, körperliche Erschöpfung und geringe Konzentration sein. Wir waren an einem LKW/Truckerstopp angekommen. Erschöpft und am Ende, aber genügend zeit um die Umgebung wahrzunehmen.

Sehr schöne heilig gesegnete Trucks. Diese kamen uns endlos entgegen. Immer wieder toll anzusehen. Äh, Dieselskandal? was ist das 😀 Die Dinger so schnell wie möglich überholen. Die stinken wie die Sau. Das hat unsere Reise etwas beschleunigt 😉 An einem weiteren Punkt angehalten. Eine echte pakistanische Truckermahlzeit mal zu sich nehmen. Pakistanisches Streetfood ist nicht für jedermann, aber für uns IDEAL und jeder Zeit wieder. PS. das Waschbecken ist nur Zierde, sieht gut aus, funktioniert aber nicht.

Unser neuer Freund, er wusste schon was seine Zukunft ist. Oben drüber waren seine Esser gesessen, unten drunter, wartete er auf seine Zeit. Wir wussten ja nicht wie lange er noch hatte, doch das zeitliche war definitiv gesegnet.

Weiter, auf ab und gas in Richtung Lahore, wir wollten um Biegen und Brechen nach Lahore. Den Gashahn Richtung Boden, die Straßen waren beschissen. Gegenverkehr auf einer „Autobahn“ oder „Bundesstraßenverhältnisse“. Also auf Richtung M2 kurz vor Lahore, zum Richtigen „Highway“. Straßenschilder sagten, Motorräder, oder Zweiräder verboten. Wir kamen am Kontrollpunkt an, Mautstation wie in Italien, und fragten einfach an. Der Herr öffnete die Tür und fragte seinen Chef hinter dem Häuschen, „ok, ok, you can pass“. Wir waren alleine auf einer perfekt ausgebauten Straße. Mit 140 KM/h endlich in Richtung Lahore, die letzten KM und go. Super, Besser als wir uns in Träumen vorstellen konnten. Die letzten 2 – 3 tkm waren einfach anders. Wieder in der Dunkelheit in Lahore angekommen haben wir uns von unserem Ivan (slowenischer Mitfahrer) getrennt. Er ist im Backpackerhostel untergekommen, im 5. Stock, lauter kleine schmale Stufen. Dem Sauerländer sein „grelles“ Licht von der Africa Twin hat mal wieder für Aufmerksamkeit gesorgt. Ein Passant sah das und wir haben einen neuen heavy Duty Freund am Abend kennengelernt.

Wir sind in Richtung Kettensatz weitergefahren und haben uns von Ivan verabschiedet.

Danke an Ivan (62 Jahre alt, Elektroinstallateur, BMW 650 X-Challenge) !!! – War eine super schöne Zeit mit dir und es hat uns sehr viel Freude bereitet dich frühs „nur zum desinfizieren“ Sliwowitz trinken gesehen zu haben 😀

Nein ernst. Bleib wie du bist und vor allem gesund! und das Schwarze immer nach oben!

Wir werden uns wieder sehen, ich wünsche dir einen super geilen Aufenthalt in Indien und eine sehr schöne Heimreise. Hoffentlich mit weniger Kontrollen. Gute KM und halt die Ohren Steif mein Freund!!

Hotel Parkplatz Situation:

Neben dem Hotel, gab es in der Stadt von Lahore ein Parkhaus. Alles was kreucht und fleucht fuhr da durch. Wir durften dort parken. Der Sauerländer packt seine Mopedplane aus Deutschland in Pakistan aus, und deckt sein Wohnmobil ab. Ja das ist doch schön. Wir parkten also in der hintersten Ecke des Parkhauses. Ab ins Hotel, müde, aus, ende, schlafen. Bis es klopfte. Ich möge doch bitte die Alp umparken. Ok, aber wohin? Ja nein, nicht umparken, abdecken, abplanen. Aha, ok? womit? – Bett abbeziehen. Hä? verarscht du mich? „no no, protection, protection!“ Also, Bett abgezogen und das Betttuch Richtung Moped gekarrt. Action Cam noch vom Moped mitgenommen und ins Zimmer zurück. Alles gut. Wir aßen einen schönen Burger – MIT KÄSE. Leider wollte ich noch einmal zum Motorrad, um die Bilder des Tages am Laptop zu verarbeiten. Das hieß gleichzeitig Diskussion, Moped umparken. Also diesmal sollte ich die Kiste direkt zum Kassenstuhl im Parkhaus stellen. Dort saßen vier Pakistaner, mit Chai und wenig Zähnen im Gesicht. Die freuten sich über die kleine Transalp, da habe ich dann mal seit langen wieder mal die Kette zum Abschließen ausgepackt. Sicher ist Sicher. Morgen kann ich sonst mit Bettlaken weiter fahren oder auf einem fliegenden Teppich.

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