Nemrut Dağı

In dem Appartement / Hotel / Unterkunft – wie man es auch nennen mag – konnte man sich zwar duschen, jedoch für uns Europäer wohl ein klares nein. Schimmel an der Decke, das Wasser lief die ganze Nacht. Den Wasserhahn musste man gefühlte 30 mal Richtung Boden ziehen, dann kam Blubber. Endlich habe ich den entwendeten Waschlappen meiner Eltern gebrauchen können 😀 – Wundern die sich, ob einer fehlt von 100 ? Ich weiß es nicht (Liebe Grüße an der Stelle und vielen Dank für all eure Hilfe).

Fotos wollte ich keine machen, nachdem ich in der Nacht den Fahrstuhl auf 0 statt auf 1 drückte und ein totales Chaos vor mir fand. Eingerissene Hütte im Dunkeln. Staubig, Dreckig, Türen quer und hinten machte es quick quick (vermutlich langschwänzige Tiere in klein und vier Beine). Ach…… Sauerländer: „EY WIR MÜSSEN GAS GEBEN“ und hängte seinen Kopf aus dem 5. Stock. Vorsichtig schaute ich aus dem Fenster und der Markt baute sich eben auf. Leider habe ich vor lauter Zulululu vergessen ein Foto zu machen. Es waren lauter Marktkörbe am Bock, Kartons, Waschschüsseln und sonstige Behälter. Wir haben zwei Erdbeeren geschenkt bekommen. Nur wie bekommen wir die Böcke hier wieder raus. Zwischen Pflanzen, Plastikbrunnen, Markt. ………… Die Rezeptionistin, „Ey, Onkel ist großer Restaurant Chef in Berlin“ Wir haben dann noch schön zu dritt ein Foto gemacht und uns zwischen Gehsteig, Palmen, Kartons und sonstigem Gerümpel freigekämpft, Moped für Moped. Wir fuhren in Richtung Nemrut Dağı – Wir hielten an einer Tankstelle an und haben Chai erneut umsonst bekommen. An der Twin noch Kette gestellt. Neugierde und Hilfe waren sofort zur Stelle.

img_7652

Kein Englisch, kein Deutsch. Hände und Füße. Beste Kommunikation ever! Tankwart hat beim Nachbarn empfohlen zum Essen.

Auf, weiter Richtung Nemrut. Bis dahin wusste ich gar nicht was auf mich zukam. GEILSTER PASS DER TÜRKEI……

Der Pass war super der Aufstieg war auch genial Abstieg ebenso bis auf die Tatsache dass wir zurückgekommen sind und zwei liegende Motorräder sahen:

IMG_1060.JPG

Am Abend haben wir eine Unterkunft gesucht und zwischen Zelten und in einem gemachten Bett schlafen gewählt. Das Bad war komplettes Kontrastprogramm zum vor Abend. Endlich eine Dusche, endlich ein WC, endlich wieder normale Sanitäranlagen… dachte ich bis ich am nächsten Tag die Dusche probierte. Wir Deutsche haben uns wieder Gedanken gemacht über Sicherheit und wenn was passiert und wo stellen wir die Mopeds ab und warum bekommen wir keinen Schlüssel für unser Zimmer. Aber letzt endlich in Bergregionen, braucht man sich über solche Sachen keine Gedanken machen.

Am Abend wollte ich meinen Pflichten nachkommen und am Blog noch ein bisschen schreiben. Hierzu musste ich mich, um ins WLAN zu kommen, in den Gemeinschaftsraum setzen, in welchem die Gastgeber gerade gespeist haben. Sofort wurden wir eingeladen und es gab Raki vom feinsten.

Die Nacht war lang und hart. Am Ende wurden wir herzlichst im Gesang verabschiedet. Wir wussten zwar nicht was unser neuer Freund singt, jedoch war es herzlichst, authentisch und für uns ein Genuss 😀

Am Morgen aufgewacht und dachte mir im Kater: ach eine Dusche macht diche schon wach. Gesagt getan. Das Wasser kam eiskalt aus dem Berg, in die Leitung, auf meinen Kopf – ich war wach. Das Problem beim duschen war, dass ich komplett nass und kalt dort stand, bis ich festgestellt habe das ich die Kälte und Nässeprozedur zweimal machen muss da ich mich ja noch einseifen musste. So schnell habe ich selten geduscht.

Aus der Haustür raus und erst dann entdeckt was für ein wundervoller Tag vor uns liegt und welche Pracht wir in den Bergen genießen können:

Die Gastgeberin hatte Frühstück aufgedeckt vom Feinsten:

Auf in Richtung Ost-Türkei, es geht zur Grenze, nach Van.

3 Gedanken zu “Nemrut Dağı

  1. Gryvelan

    Hallo Ihr Beiden Max und Holger,

    Sorry, Wetter tip top in Old Germany, Gartenarbeit, Geburtstag Karin und Lebensalter.
    Das behindert das zeitgerechte Kommentieren. Berichte schreiben ist ja easy, hast ja Urlaub und fährst ein wenig Moped.

    Aber jetzt los:
    Schimmel in der Türkei, unmöglich. Luftfeuchtigkeit sehr niedrig. Das liegt eindeutig an DIR. Wieder mal falsch gelüftet. Kommt doch dauernd im Fensehen, dass man explizit darauf achten soll. Ach, Maxe….

    Toller Bericht!! Und ich habe noch 2 vor mir. Aber das kommt heute Abend gut, weil Holzhacken eingestellt und Hütt am Start.

    Eure 2 Unterkunft war wirklich spitze, wie man aus den HD Fotos ersehen kann. Nur mit dem Raki? Hast du denn kein deutsches Bier mehr übrig, was du dort großzügig verteilen kannst? Habe ich mir gedacht. Frage aber nicht ob ich dir nen Kasten Hütt in den Iran schicken kann….. das wäre dann definitiv zu spät.

    Gute Fahrt Euch Beiden, schön unfallfrei, keine großen Pannen und vorallem VIEL SPASS.

    KARIN & MICHAEL

    Liken

  2. Dennis

    Lieber Ein Rhöner auf Reisen,

    wie immer ein super Bericht – macht Spaß zu lesen!

    Sieht nach euren „Böcken“ aus, die da am Boden liegen. Hoffentlich nichts kaputt…?!

    Benden çok selamlar!

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s