Am Pass oben angekommen, auf fast 5000 Höhenmetern, mussten wir natürlich in den chinesischen Zoll. So weit ist Zoll ja nichts Schlimmes, jedoch unter der Aufsicht chinesischen Militärs bei dünner Luft, kein Spaß. Zwei Aspirin als Blutverdünner direkt verabreicht, sodass man etwas Luft bekommt und ein wenig auf das aktuelle Geschehen Konzentration findet. Es wurde alles überprüft. Alles, also wirklich alles. Zu Beginn versuchte ein chinesischer Soldat uns Angst zu machen mit den Worten: „Wenn ihr irgendwo was versteckt habt, wir werden es finden.“
Es wurden Messer und Axt abgenommen, Computer gecheckt, Medikamente zerhackt und getestet. So etwas Krankes und Paranoides, wie wir es in den Tagen erfahren durften, haben wir noch nicht erlebt. Ich lass einfach ein paar Bilder von der Natur sprechen.










Fazit:
Letztendlich war die Region Kashgar sehr schön, jedoch der Aufwand, Ärger, Stress und all das Organisatorische zu viel und nicht entlohnend. Diese Region habe ich definitiv das letzte Mal besucht. Wir haben für einen vierstelligen Betrag „Service“ gekauft und nur Dreck bekommen, die Natur ausgenommen. Traurig, aber wahr – True Story.
Achso, China bleibt im Kopf mit den Worten „Nein, Stopp, 5 Minuten (letztendlich ein halber Tag), Permit und Wait“. Alle 50 oder 100 Meter waren Mikrofone aufgestellt für Kontrolle und Übersetzung auf Chinesisch. Oder Videokameras und falls die nicht vorhanden waren, standen ja zum Glück noch 2 oder 3 Polizisten rum. – Nie wieder!
Ach. Eins noch. Hilft ja nichts. Da diese Region so energieraubend war. Wenn man unkontrollierten Stuhlgang hat, was nicht der Chinese verschuldet hatte, sondern getrocknete Früchte aus Pakistan, und man anhalten muss, um Korrektur zu betreiben. Ein Chinese vor dir steht, und fragt, was ich da sitzend im Busch mache – ist das ein passender Moment, in dem man den Mopedschlüssel Richtung fragende Person werfen kann.