Auf zum Bosporus (Asien) *303 km

Sorry: Das Internet war so langsam, dass man nicht sehen/einstellen konnte ob der Blog nun live ist oder nicht – Hier ist er endlich.

 

Jetzt, nachdem die Quälerei mit dem Fahrwerk hoffentlich verbessert wurde, geht es auf, mit Bester Laune, in Richtung Türkei. In Griechenland haben wir uns entschieden noch ein paar Hops mitzunehmen (Toroneos Kolpos, Kolpos Agiou Orous). Schön die Strände entlang fahren und danach wieder ab in Richtung der Berge und zu den Klippen der jeweiligen Buchten.

Am Sandstrand ging es wieder los. Organisationen mussten unterwegs mobil erledigt werden, statt einfach zu fahren und zu genießen. Bei einem Halt haben wir das Ausmaß vom schlechten, oder besser gesagt, falschen Fahrwerk für solche Einsatzzwecke entdeckt:

Weiterhin fehlt ja immer noch das „Carnet de Passage“, welches noch in Deutschland liegt und noch nicht in meinem Besitz ist, um in den Iran zu kommen. Also auf, Liste machen, was fehlt, was haben wir, was brauchen wir:

  • Sommerschlafsack – warum auch immer der nicht eingepackt ist….. kein Kopf beim Packen gehabt, man weiß es nicht
  • T-Shirt, Freundin hatte extra ein T-Shirt gekauft gehabt, das muss ja sicherlich auch mit ins Paket ( Sonst Kopf ab 😀 ).
  • Badehose….. naja ich schreibe es halt mal mit dazu, man bekommt ja unterwegs sowas nicht – sind viel zu selten die Teile.
  • Technik: Tachoschnecke
  • Umlenkhebel ( Verbindung Knochen, Schwinge, Federbein )
  • Neue Action Cam
  • Und das wichtigste: Carnet de Passage

Jetzt telefoniere ich schon seit Regensburg Hotels, Unterkünften, Hostels und Campingplätzen hinter her, mit kräftiger Unterstützung einer türkischen Freundin (Beste Kommilitonin ever!! ) aus Deutschland. Wichtig war A: Dass die Unterkunft seriös ist, B: Eine Annahme dadurch erfolgt und C: kein ZapZarap passiert und ich einen leeren Karton in den Händen halte. Das hilft einem dann auch nicht weiter.

Zielort: Türkei, Van

Letztendlich hat mir der ADAC sehr sehr bei dieser Geschichte geholfen, da viele Hoteliers in der Osttürkei  kein Englisch sprechen und somit nicht verstehen was ich eigentlich möchte.

Als ich nach einer Bestätigungsmail gefragt habe, um die Sache anständig, deutsch, schriftlich einzutüten, kommt einfach kein Feedback rüber, oder mir wurde direkt aufgelegt.

Der ADAC hat mir einen Abschleppservice in Van genannt, welcher mein Paket letztendlich entgegen nehmen kann – bester Service ever!!! – auch wenn es vier bis fünf Telefonate gebraucht hat.

Letzter Halt in Europa am Strand, auch mal schauen ob die Ihre Grenzen so gut bewachen, wie im TV immer so schön gepriesen wird 😀

Hallooooo Türkiye

Endlich ist es soweit, wir rollen in ein weiteres Land ein und sehen die rote Flagge der Türkei vor uns wehen. Ein weiter Weg über die Grenze im Sumpfgebiet. Soldaten mit automatischen Schusswaffen stehen schön posierend im Schatten der Schilder (leider durfte er nicht mit auf das Bild 😉 )

Nun brauchen wir definitiv noch Benzin. Nach dem Grenzübergang haben wir eine gut gelegene Tankstelle aufgesucht, da kommt schon Papa an und fragt, Belgia? Alemanne? Austria? wir nicken bei Alemanne. Ooohhhh (in wenigen Brocken Deutsch) wo Alemanne? Wir beide wieder – Dortmund, Frankfurt – aaaaaahhh Vater Dortmund, Großvater Dortmund…. gut, wir freuen uns. Tankservice tankt unsere Motorräder voll, und es kommt zum Bezahlungsprozess. Der Umrechnungskurs war noch nicht in unseren Köpfen geläufig, jedoch lagen zwei Tankfüllungen in Griechenland für beide Motorräder im Schnitt bei 35 bis 40 Euro (Griechenland war teuer wegen Ostern 1,79 €/Liter). Der Papa von der Tankstelle, Euro? Lira?, Wir natürlich: EUROOO, aaaah ok – er zückt einen Taschenrechner raus und bastelt was zusammen, 45€. Zum Glück habe ich nur schwer gelacht und meinte nur, „du bist teurer als unser Freund der Grieche“, „Glaub ich dir nicht“ – „ooooh doch doch doch“ – Ich habe mein Handy gezückt um den Kurs zu berechnen, Zack, kommt „Tschuldigung, Tschuldigung, Tschuldigung“ und er rechnet dann auf 32 € runter, was immer noch zu teuer war. Das haben wir letztendlich dennoch gezahlt, weil wir einfach keine Lust mehr auf Diskussionen hatten und noch ein weiter Weg bis Istanbul vor uns lag.

Zum Thema Reifen, Danke an Heidenau. Direkt das Werk in Deutschland angerufen, welches mir umgehend weitergeholfen hat. Per E-Mail kamen zwei Optionen an, zurück nach Thessaloniki oder in Fahrtrichtung nach Istanbul. Preise können variieren, da hier Einfuhrzölle verlangt werden. Die Freundlichkeit in Istanbul war riesig und die Preise vom Reifen auch 😀 Letztendlich wollte ich einfach wieder ein funktionsfähiges Motorrad haben, sodass die Weiterreise nicht auf dem Spiel steht. Es kommen noch viel schlechtere Straßen als wir es bislang in Ungarn oder in Serbien erlebt haben. Also muss der neue Schlappen definitiv drauf. Nach einigen Tee´s und Besprechungen habe ich den Hinterreifen schnell ausgebaut und gewartet bis wir dran waren. Angeblich wäre mein abgefahrener Reifen so gar kein Problem – laut Händler – und ich hätte einfach weiterfahren können bis das Profil seine Grenze erreicht. Das Risiko geht der strikt getackteter deutscher Bürger dann doch lieber nicht ein. Nun geht es mit neuen Reifen in Richtung Unterkunft.

Verkehr Istanbul… Halleluja… mit Seitenkoffern und vollbeladenen Mopeds ab und auf durchs Getümmel. Es wird gehupt, geschnitten, gewunken, Fotos und Videos von uns gemacht, gelacht, einfach alles was man sich vorstellen kann. Eine steile Straße geht es bergab und links winkt in voller Pracht die Bosporus Brücke. EINFACH NUR GEIL

Wir waren definitiv in der Straße der Unterkunft, konnten diese aber nicht wirklich finden und der Verkehr war einfach nur irre. Volles Programm. Also doch lieber ab Richtung Redisson 4 Sterne und bewachter Tiefgarage. Da standen wir dann und haben zwei Limousinen vor uns und ein paar Polizisten mit MG´s in der Hand – Oha hier muss irgendwo ein hohes Tier sein. Wir wurden abgeholt und sind die paar Meter ins Hotel gelaufen. Der Hotelier hat uns angeboten ihn am Folgetag in eine „Frühstückspassage“ zu begleiten, was wir natürlich gerne angenommen haben.

Istanbul hätte ich sehr gerne noch einen weiteren Tag gesehen, jedoch hat es uns dann am Folgetag weitergezogen.

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